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  Bahntrassen sind extrem heiss - Mikroklima entscheidend
 

16.07.2010


Die Deutsche Bahn gibt in einer Pressemitteilung dem Klimawandel Schuld an den Ausfällen in den ICE-Zügen. Als hätte es in den neunziger Jahren keine Tage über 32 Grad C gegeben! Einer der Hitzerekorde für Deutschland mit 40 Grad C entstand im Jahr 1983!

Das folgende Wärmebild eines Bahnhofs zeigt den wahren Grund für die Probleme in den Zügen. Das Mikroklima auf den Bahnhöfen und entlang der Bahnstrecken ist extrem. Tagsüber heizen sich die isolierten Gleisanlagen (Schotter) extrem auf und nachts kühlen sie sich extrem ab. Im Winter ist es hier um 5-10 Grad C nachts kälter und tagsüber um 5-10 Grad C wärmer, als z.B. auf einer Wiese, wo normalerweise die Temperatur gemessen wird. Hätte die Bahn gefragt, hätten Mikroklimaspezialisten die Bahn gewarnt, denn das Klima auf den Bahnstrecken ist nicht mit dem normalen Klima an den Messstationenvergleichbar und die Züge müssen viel mehr aushalten. Eingefrorene Weichen im Winter und Überhitzung im Sommer sind die Folge.

  Karsten Brandt
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