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Die Sehnsucht nach Wärme und Sonne ist offensichtlich nicht nur
eine Erfindung der Tourismus-Industrie. Schon seit Jahrhunderten freuen
sich die Menschen über den Altweibersommer" oder einen
goldenen Oktober". Doch mit dem November bricht unweigerlich
die kalte Jahreszeit an.
Wenn
der Winter vor Allerheiligen (1.11.) nicht kommt, kommt er nicht vor Martini
(11.11.)" Neben Altweibersommer" und goldenem
Oktober" hat eine weitere Schönwetter-Periode einen eigenen Namen
erhalten: Im Zeitraum Anfang November können sich häufiger Hochdruckgebiete
über Europa halten und für Sonnenschein sorgen. Dieser Zeitraum
wird deshalb auch als Nachsommer" bezeichnet. Aber auch bei
solch schönem Wetter ist es mit Temperaturen unterhalb von 10 Grad
auf jeden Fall kalt, da es in den meist klaren Nächten stark abkühlt.
Ist Martini (11.11.) klar mit Sonnenschein, bricht bald ein
kalter Winter herein. - Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter
hart." - Für diese Regel konnten die Donnerwetter-Meteorologen
keine Bestätigung finden: Es lassen sich von der Wetterlage am 11.
November keine Rückschlüsse auf den folgenden Winter ziehen.
Wie der Tag zu Kathrein (25.11.), wird der nächste Februar
bzw. Neujahr sein." Diese Bauernregel hält der wissenschaftlichen
Betrachtung - zumindest teilweise - stand: Ist es um den 25.11. zu trocken,
wird mit hoher Wahrscheinlichkeit (über 80 Prozent!) auch der Februar
zu trocken. Auch bei zuviel Feuchtigkeit um den 25.11. wird der Februar
zu feucht. Ein Zusammenhang mit dem Neujahrstag findet sich allerdings
nicht.
Friert im November zeitig das Wasser, wirds im Januar
um so nasser." - Auf den ersten Blick ein wirklich grotesker
Zusammenhang, den die mittelalterlichen Wetter-Weisen da aufgestellt haben.
Aber tatsächlich bestätigen die langjährigen Wetteraufzeichnungen
diese Regel: Je häufiger es Anfang November friert, desto mehr Regentage
gibt es im Januar. Und das mit einer erstaunlichen Treffergenauigkeit von
rund 80 Prozent!
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